The Sign: „The Second Coming“

Auch der klassische Melodic Hardrock kommt im Winter nicht zu kurz. The Sign dürften mit ihrem aktuellen Release die Fangemeinde jedenfalls bestens bedienen, auch wenn sich mir persönlich langsam bei diesen mittlerweile typischen, immer mehr zum Einsatz kommenden und einfach schwulen Chor-Geschrei-Passagen die Nackenhaare Richtung Mond bewegen. Wir sind nicht doof, wir können a) den Titel eines Songs auf der Hülle lesen und b) meistens selbigen auch bei nur einer Wiederholung verstehen. Gottlob bestehen die Stücke nicht nur aus diesem Element und die normalen Vocals sind richtig cool, da dreckiger.

Auch kommen die Tracks sehr wuchtig, logisch einerseits, aber beleibe nicht langweilig. Leicht schräge Einflüsse, die eine oder andere Reminiszenz an Combos wie Deep Purple, gefolgt von klassischen Auflösungen verschafft dem Ganzen einen guten Drive – den Chorsingsang, am besten auch nicht in Kanons, können se aber trotzdem nicht lassen. Wie dem auch sei, das Album ist richtig gut, abwechslungsreich, auch wenn man sich die Ausdrucksfähigkeit beim Gesang etwas stärker wünschen könnte. Unterm Strich bleiben Songs, die man gut und gerne öfter hören kann und die auch technisch nichts zu wünschen übrig lassen. (Frontiers/Point) EV

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