The Murder Of My Sweet: „Beth Out Of Hell“

murderFeinen Symphonic Metal bekommt man hier, wenn gleich ich auch von Anfang an zugeben muß, daß die Stimme von Sängerin Rylin doch recht stabil bleibt und zwar füllig und kraftvoll, aber eben auch etwas poppig klingt. Das Konzeptalbum ist absolut gut gelungen, die Songs gehen fließend ineinander über und bereits das Intro bietet einen klassisch orientierten, dramaturgischen Einstieg in die ganze Sache. Geheimnisvolles Geflüster im Background und Gänsehaut bereitender Sprechgesang schaffen einen tollen Boden für „The Awakening“ , bei dem schon gut gemobbst wurde (nicht nur die Textzeile „Misery Loves Company“. Ein erhabener, druckvoller Einstieg mit offenen Vocals und einer tollen Steigerung.

Wie es sich für ein Konzeptalbum gehört, sind natürlich auch zwei Tracks in Überlänge zu finden – was dem Songwriting ebenso wie der Umsetzung immer eine Menge abverlangt, aber wunderbar umgesetzt wurde. An den Strukturen und der Abwechslung, den fließenden Spannungsbögen und der Bandbreite an Emotionen gibt es wahrlich bei diesem Scheibchen nichts z meckern. Tolle Effekte stellen immer wieder mehr und mehr lauter werdende und somit in den Vordergrund drückende Backgroundvocals und –chöre dar. Ebenso steigern auch gekonnt eingestreute Streicher-Parts die Dramatik und die Intensität der Songs.

„Bitter Love“ wartet mit einem leicht proggigen Einstieg der 70er Marke auf, das Wechselspiel zwischen männlichem und weiblichem Gesang kommt klasse zur Geltung und steht dem Track gut zu Gesicht. Hier hat man ein wenig das Gefühl, eine Mischung aus Jim Steinman-Material, Savatage- Einstreuungen und einer eigenwillig, schrägen Hookführung vor sich zu haben. Hat was.

Mit „Humble Servant“ haben Murder Of My Sweet“ einen enorm kraftvollen, stetig nach vorne und oben greifenden Song an Bord und einen der Höhepunkte stellt „Requiem For A Ghost“ dar. Mal zarter, mit engelhaften Chören versehen gibt´s hier songwriterisch eine tolle Linie, viel Abwechslung und intensiven Flair im dichten und klar produzierten Sound des Silberlings. Wie man es dreht und wendet: Eine tolle Scheibe, die Frans dieses Genres definitv nicht enttäuschen wird. EV

Tracklist:

Hell On Earth
The Awakening
World In Ashes
Always The Fugutive
Bitter Love
Still
Humble Servant
Requiem For A Ghost
Euthanasia
Tide After Tide
Poets By Defaukt
Heaven Succumb
Means To An End

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