Savatage: „Poets And Madmen“

Das Cover ist wieder mal wunderschön, die ersten Klänge aus zartem Klavier und krachigen Gitarren lassen einem auch das Herz höher schlagen. Im Verlauf des Openers „Stay With Me Awhile“ zeichnet sich sowohl eine Rückkehr zum alten Savatage-Sound aus „Streets“- und „Hall Of The Mountain King“-Zeiten ab, aber auch eine gewisse abgehackte Führung der Songs. Die Mischung aus melodischen, weichen, verspielten Parts und saftiger Härte findet leider nicht mehr an allzu vielen Ecken statt.

savatage poetsAuch wenn Zak Stevens die Band verlassen hat,kann man sich über Jon Oliva´s Gesang alles andere als beschweren. Sicher, auch wenn manche Schreiberlinge der Meinugn sind, er köme nicht mehr an seine Leistungen Jahre zuvor heran: Ich möchte Euch mal sehen, wie Ihr klingen würdet, wenn Ihr Euch Eurer Musik zu Liebe die Stimme riuniert hättet. Wie gesagt: Sehen, das Hören lassen wir in diesem Fall lieber. Die Vocals sind einfach Savatage.

Mit recht hintergründigen Synthie-Klängen wartet der zweite Song, „There In The Silence“ auf, bei dem auch eine fülligere Atmosphäre vorherrscht. Beim ersten Hören war ich ehrlich gesagt auch enttäuscht von dieser Scheibe, und wer eine Neu-Auflage von „Dead Winter Dead“ erwartet, wird das auch bleiben. Gerade aber für die Fans alter Sava-Mucke und diejenigen, die die Trademarks der Band einfach mögen, gibt es mit jedem Durchlauf mehr Stärken an dieser Scheibe zu entdecken. Als Blondie-Tanzflächenfüller in kommerziellen Rock-Discos sind die neuen Songs allerdings kaum mehr geeignet. Ich hab´s auch nicht geglaubt und mußte es lernen, aber die Platte wächst beim Anhören…. und lutscht sich nicht wie Halford ab. Auch wenn es nicht DER Hammer der Band ist. (Steamhammer/SPV) EV

Morphine Child:

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=nzDRwx4AnFk]

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