Phantasma: „The Deviant Hearts“

Dieses Schmuckstückt fußt auf dem von Delain-Sängerin Charlotte Wessel verfaßten, gleichnamigen Roman. Und selbstredend, daß die phantasmaLady auch hier zu Werke geht. Gemeinsam mit Serenity´s Sänger Georg Neuhauser und Oliver Philips (Everoin) wurde hier ein wahrhaft wunderschönes Album gezaubert, das weder zu lieblich, noch zu bombastisch oder glatt gebügelt daherkommt. Wer also mit der Welle des Symphonic Metals aus diesen Gründen ein Problem hat, hat hier definitiv keine Ausrede. An manchen Stellen schwingt ein leichter Musical-Touch der dramatischen Sorte mit und in Sachen Songwriting und Arrangements kann man dieses Scheibchen getrost in einer Linie mit Outputs von Savatage und Co. Sehen.

Der Opener bereitet zart und doch weit einen tollen, etwas lieblich anmutenden Einstieg ins Geschehen und ehe man sich versieht, rutscht man von einer epischen, leidenschaftlichen Melodieführung und Instrumentierung in die nächste. Sanft und intensiv zugleich kann man sich schon in Tracks wie „Miserable Me“ – eines der Highlights in meinen Augen – verlieren. Die Mischung aus positiver Ausstrahlung und Dramatik ist einfach genau richtig.

Abwechslungsreich und doch aus einem Guß greifen die Spannungsbögen ineinander und Stücke wie „Try“ sind einfach in Sachen orchestraler Inszenierung nur noch groß zu nennen. Bei diesem Output hat man wirklich das Gefühl, in einer Geschichte zu stecken, die sich stetig entwickelt, sich dabei nicht vergißt und mit voller Seele bei der Sache ist. Mehr muß man zu „The Deviant Hearts“ eigentlich nicht sagen – ein bezauberndes Album mit viel Magie und Klasse. EV

Tracklist:

Incomplete
The Deviant Hearts
Runaway Gray
Try
Enter Dreamscape
Miserable Me
The Lotus And The Willow
Crimson Course
Carry Me Home
The Sound Of Fear
Novaturient
Let It Die

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