NIGHTWISH: »WISHMASTER«

War der Erstling der Symphonic Power Metaller schon ein absoluter Hammer, stellt »Wishmaster« eben gerade jenes Debut total in den Schatten. Die Arrangements sind nach wie vor ultra-kompakt, klingen doch ein viel feiner auf einander abgestimmt, so daß man sich nicht vom Sound erschlagen fühlt. Auch Sängerin Tarja hat noch einen Zahn zugelegt und präsentiert ihren klassischen Gesang (und in diesem Fall meine ich mit ‚klassich‘ auch exakt jenes welches – nur, falls irgendwer die Band noch nicht kennt) noch ausgefeilter, in der Wirkung einerseits sehr zart aber doch kraftvoll. Wenn wir also mal sowas wie eine Metal-Diva bekommen, dürfte es dieses Persönchen sein. Immer wieder gut kommen auch die manchmal im Hintergrund eingeflochtenen männlichen Sprechparts. Selbst die Songs an sich gleichen sich immer mehr aufwendigen Akten der Klassik an und ehrlich gesagt können Therion angesichts dieser Verschmelzung bei allem Respekt und aller Klasse heimgehen. Vom einfühlsamen Einstreuungen und Intros bis zu Marsch-ähnlichen Rhythmusparts, fetten Midtempo-Krachern und auch schnelleren Tracks ist auf diesem Output alles vertreten. Silberling kann man diese Scheibe wahrlich nicht mehr nennen. Wer sich das Teil nicht zulegt, wird un Zukunft mit dem Wissen, ein Kulturbanause zu sein, leben müssen. Der Witz an der Sache ist, daß diese Scheibe selbst bei Only-Beethoven-und-Co.-Liebhabern wie eine Bombe einschlagen würde…. wenn sie es wüßten. (Drakkar/BMG)EV

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