Khali: »Khali«

Progfans werden sicherlich beim nächsten Besuch im Plattenladen dem verdutzten Personal aufgeregt sabbernd am Anhörtresen die CD der Italiener Khali unter den Riechkolben halten, nachdem sie auf deren Cover das etwas an Queensryche´s Tri-Rich-Symbol erinnernde Logo entdeckt haben. Der aus erfahrenen Musikern, die u.a. schon bei Time Machine, Skylark oder Moon Of Steel mitmischten, bestehende und gerade erst formierte Vierer sollte in der Tat nicht links liegen gelassen werden, denn vorliegendes Debut bietet in jeder Hinsicht gut gemachten und mit progressiven Einlagen versetzen Melodic-Rock, auch wenn der im Info gezogene Vergleich mit Queensryche´s Jahrhundertwerk »Empire« natürlich etwas übertrieben ist. Klappern gehört aber schließlich zum Handwerk und »Khali« ist außerdem ein mehr als solider Einstand, mit dem man eigentlich schon einige Aufmerksamkeit auf sich lenken dürfte. „Melodie, Melodie, Melodie und immer wieder an die Nachvollziehbarkeit denken“ lautet das unüberhörbare Credo der Südländer, dau auch im Sinne der Fans sein dürfte, die hier eben keinen schwer verdaulichen Brocken aufgetischt bekommen, sondern ein niveauvolles Rockscheibchen, das nicht nur für eingeschworene Prog-Jünger empfehlenswert ist, sondern auch problemlos den Brückenschlag zu anderen Stromgitarren-Fetischisten schafft. Well done. (Academy Records/SPV)

 

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