Dragonland – *Holy Land*

Ich weiß ja nicht, wie´s Euch geht, doch langsam aber sicher gehen einem die tausendzwölf Bandnamen, die das Wort „Dragon“ beinhalten auf den Sack. Die netten Viecherl mögen ja ihren Reiz haben und die Bildsprache paßt auch wunderbarst zum Metal, aber man könnte zur Abwechslung mal wieder einen anderen Begriff auslutschen.

Auch stilistisch haben Dragonland nichts Neues zu bieten. Hammerfall rasanter und mit weniger hohem Gesang in Perfektion – und nuancenreicher. Auf den ersten Blick. Das stimmliche Spektrum von Jonas Heidger und auch der Nachdruck dahinter sind beachtenswert und Fans von Michael Kiske dürften einige Parallelen ziehen – wobei ich hier nicht zu hoch greifen will. Die Stücke sind orchestral untermalt, entwickeln sich sehr abwechslungsreich und haben auch in den Zwischenparts und Intros einige mutige und wirkungsvolle Überraschungen parat. Gut gemacht sind auch Tempowechsel wie etwa bei *Through Elven Woods And Dwarven Mines*, wo´s eben mal nicht von langsam auf flott, sondern umgekehrt funktioniert. Unterm Strich eine songwriterisch tolle Platte, die wohl die bisher harmonischte Mischung aus True und Symphonic Metal gefunden hat. Antesten. (Black Lotus) EV

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