DIO – ein spezielles Perlchen aus unserem Archiv

Dieses Interview fand zur Veröffentlichung seiner Scheibe  „Killing The Dragon“ statt und nun ja: Lest einfach 🙂

dio2„Wenn es um so Punkte geht wie die optische Gestaltung der Covers, den Drachen als viel zitierten Dreh- und Angelpunkt in den Lyrics, allgemein  den Fantasy-Bereich, dann flunker ich schon mal. Klar findet man es auch auf der Platte wieder, ein gewisser Grad an Schwerpunkten auf diesen Bereich, aber hauptsächlich dreht es sich um Metaphern für erlittene Ungerechtigkeiten und wie sich Menschen deren erwehren.“

„Der Titel der CD ist an sich als Metapher zu verstehen. Der Drache sinnbildlich für Ungerechtigkeiten und eben, was als Reaktion folgt. Das kann man auf Technologien, die Schnellebigkeit der Zeit, auf alles mögliche beziehen.“

„Apropos Technologien: Die Menschen sind doch immer scharf drauf, nichts selbst machen zu müssen, sondern sich Dinge abnehmen zu lassen. Ich finde, gerade in technischer Hinsicht neigt der Mensch schon zu Übertreibungen, was ich für die Zuklunft nicht so rosig sehe. Und: Nimmt man Menschen Arbeit ab, werden sie schlicht faul. Und geben wir den gesunden Menschenverstand zu Gunsten der Technologien etc ab, wird das seine Konsequenzen haben. Die Technik darf in meinen Augen keinen höheren Stellenwert haben als der Mensch.“

„Die Presse – wird auch immer neugieriger, jeder Stein, jedes Blatt wird umgedreht, um mehr Informationen zu bekommen etc. Und diese permanente Präsenz unserer Idole in der Presse läßt sie uns natürlich noch mehr auf einen Thron hieven, als es eh schon der Fall ist. So werden Schönheitsideale usw geschaffen – dabei ist es doch schlicht so, daß unsere Idole abends beim Zu-Bett-Gehen die gleichen Sorgen und Probleme plagen. Also von wegen perfekt, unbesiegbar…“

„Logisch sieht es manchmal so aus, als sei mein Leben purer Sonnenschein. dio 3Das ist mit Sicherheit nicht. Ich habe ebenso meine nachdenklichen Lebensphasen, schwierige Momente, glückliche und unglückliche Zeiten. Ich bin genau so nur ein Mensch wie jeder andere. Ich sehe die gleichen Covers, betrachte Dinge ebenfalls von meinem Standpunkt…“

„Eine eigene Sendung über mein Privatleben, wo ich nachts durchs Dunkle stopler? Nee. Ist schon schwer genug, sich Privatsphäre zu erhalten. Das würde ja mal gar keinen Sinn machen.“

„Ozzy ist einfach ein charmanter Chaot und hat auch eine Persönlichkeit, der man sich eigentlich nicht entziehen kann.“

„Nach dem 11. September war es mit der Zensur echt schlimm. Bestimme Songs, die auch nur ansatzweise dieses Thema beinhalteten, durften nicht mehr gespielt werden. Ganz egal, ob diese schon lange vorher verfaßt worden waren oder nicht. Einerseits ultra junge Soldaten zum Töten los schicken, aber dafür vehement und eindringlich klar machen, daß man diese oder jene Songs nicht hören darf/ soll. Und dabei sind sowho, Musik als auch Rock´n´Roll ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. gibt Kraft und Hoffnung. Und klar sollte eine Regierung sein Volk führen – aber eben im Sinne des Volkes“

„Wenn man in der Lage ist, etwas zun tun und etwas zu verändern, finde ich, muß man diese Chance auch nutzen. Ich war schon immer der Meinung, daß mein Erfolg nicht nur für mich allein ist sondern ich etwas davon zurückgeben will. Ich bin nur so weit gekommen, weil es meine Fans möglich gemacht haben. Insofern finde ich auch, daß ich vor allem denjenigen Hilfe schulde, die vielleicht abgestürzt sind – weil sie mich als Idol sahen.“

Er wird immer einer der Unvergessenen bleiben – nicht nur als Musiker, auch als Mensch hat Ronnie James Dio Größe bewiesen

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